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Kinder ghalten Banner. (Quelle: PKPA/Kindernothilfe)

Mit einer Ausbildung aus der Armut

120.000 Euro Spenden hatten die Action!Kidz 2012 für Yeni, Citra und die anderen Kinderarbeiter auf der indonesischen Insel Nias gesammelt. Gut angelegtes Geld!

Citra beim Nähen. (Quelle: PKPA)
Heute ist Citra eine qualifizierte Schneiderin.

Denn so konnte die Kindernothilfe-Partnerorganisation PKPA rund 120 Kinderarbeitern helfen. Mit sogenannten "Paket-Schools" ermöglicht PKAPA es den Kindern, versäumten Stoff nachzuholen und einen Schulabschluss zu machen. Mit Erfolg: Nach ihrem Schulabschluss haben schon 50 ehemalige Kinderarbeiter eine Ausbildung als Schneider oder Mechaniker absolviert, so auch Citra.

Damit sich auch langfristig die Situation der arbeitenden Kinder auf Nias verbessert, hat PKPA Firmen dazu aufgefordert, schwere und gefährliche Kinderarbeit in der Region zu beenden. In der Folge haben sich 131 Unternehmen zu diesem Schritt verpflichtet.

Yanti (l.) und Yeni in der Schule. (Quelle: Kindenothilfe-Partner)
Yanti und Yeni können endlich eine Schule besuchen.

Diese Vielfalt an Maßnahmen ermöglichen es den Mädchen und Jungen, eine sichere Arbeit zu finden und sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Zwei von ihnen sind Maitolo und Febriani, deren Schicksal wir beispielhaft für viele andere Kinder und Jugendliche auf der Insel Nias vorstellen.

Dem Jungen Maitolo (17) wurde im Rahmen des Programms geholfen: „Vor zwei Jahren musste ich die Schule verlassen, weil meine Eltern die Gebühren nicht mehr zahlen konnten. Zum Glück kam einer der Mitarbeiter von PKPA zu uns und bot mir an, an einem alternativen Ausbildungsprogramm teilzunehmen. In dem Programm konnte ich meinen Abschluss machen, der mir dabei geholfen hat, das ich heute eine Landwirtschaftsschule besuchen kann. Durch diese Hilfe kann ich endlich meinen Weg finden.“

Auch Febriani (16) und ihre jüngeren Geschwister arbeiteten über lange Zeit als Gummisammler oder Steinbrecher auf den Plantagen und den Steinbrüchen von Nias. „Im September 2012 kamen Mitarbeiter von PKPA zu der Mine, um unseren Vater auf die Folgen von Kinderarbeit aufmerksam zu machen und ihn zu bitten, uns an dem Schul- und Ausbildungsprogramm mitmachen zu lassen. Sie schlugen vor, an einem Nähkurs teilzunehmen. Auch für meine jüngeren Brüder gab es Kurse, in denen sie lesen und schreiben lernen und in denen ihnen zum Beispiel beigebracht wird, wie man Souvenirs herstellt. Zum Glück stimmte mein Vater zu. Mittlerweile besuche ich seit Januar 2013 das Programm. Ich bin so froh, jetzt selber Kleidung zu nähen und mehr über meine Rechte zu erfahren.“