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Äthiopisches Kind beim Abwasch. (Quelle: Malte Pfau)

Hilfe für Kinder in Äthiopien

In Äthiopien sind Kinderhandel und ausbeuterische Kinderarbeit weit verbreitet. Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt werden Kinder für schwere körperliche Arbeiten herangezogen, die sie in ihrer Entwicklung hemmen und den Schulbesuch unmöglich machen. Abeba ist eins von vielen Tausend Kindern, die in Äthiopien in einem fremden Haushalt unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen.
Die Kindernothilfe-Partnerorganisation Facilitor for Chance sorgt dafür, dass ausgebeutete Kinder wie Abeba die Chance auf eine bessere Zukunft und Bildung bekommen.

Abeba ist sechs Jahre alt und ein „Qenja“. Qenja bedeutet, sie wohnt und arbeitet bei fremden Leuten im Haushalt, bekommt dafür aber kein Geld. Früher hat Abeba mit ihrer Mutter bei den Großeltern gelebt. Der Großvater war der Einzige, der durch einfache Jobs etwas Geld verdient hat. Vor zwei Jahren hatte er einen Unfall und starb. Jetzt hatte die Familie niemanden mehr, der Geld mit nach Hause brachte. So wurde Abeba zu einer fremden Familie geschickt, um dort zu arbeiten. Die Familie, bei der Abeba wohnt, hat drei eigene Kinder. Auch sie müssen im Haushalt kräftig mit anpacken. Allerdings ist ein Kind noch sehr jung, und die anderen beiden gehen zur Schule. Sie sind daher fast den ganzen Tag weg. Auch Abeba würde gerne zur Schule gehen. Aber sie muss den ganzen Tag bei der Feldarbeit und im Haushalt helfen.

Wenn Abeba morgens aufsteht, schlafen noch alle im Haus und sie treibt die Kühe auf das Feld. Wenn sie zurückkommt, bereitet sie das Frühstück für die Familie vor. Danach muss das kleine Mädchen den Abwasch erledigen, das Haus fegen und schrubben, oder sich um die Wäsche kümmern. Häufig muss sie dafür noch einmal zur nächsten
Wasserstelle gehen. Mit dem schweren Kanister auf dem Rücken braucht sie für den Weg fast eine Stunde. Danach schmerzt der Rücken vom schweren Tragen.

Auch am Nachmittag gibt immer etwas zu tun: Aufräumen, Wasser holen, das Abendessen vorbereiten. Dazu muss Abeba sich auch noch um ein kleines Kind kümmern. Wenn die Dunkelheit einbricht läuft sie wieder zum Feld, um die Kühe zurückzutreiben. Wenn die Tiere nicht wollen, braucht sie für den Weg manchmal fast eine Stunde, und um sechs Uhr wird es bereits dunkel. Bald nach Einbruch der Dunkelheit geht Abeba schlafen, denn sie ist jeden Tag sehr erschöpft.

Kinderarbeit in fremden Haushalten

Äthiopisches Mädchen beim Kochen. (Quelle: Malte Pfau)

Äthiopien im Nordosten Afrikas ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die meisten Familien können nicht genügend Lebensmittel kaufen oder Kindern den Schulbesuch bezahlen. Viele Mädchen und Jungen müssen arbeiten und mitverdienen, damit ihre Familien wenigstens das Nötigste haben. Manchmal werden die Kinder sogar verpachtet oder verkauft, um fremden Menschen bei der Feldarbeit oder im Haushalt zu helfen. Auf ihr Rechte und Bedürfnisse wird dabei wenig Rücksicht genommen. Sie werden krank vor Erschöpfung und Heimweh, haben kaum Chancen auf ein besseres Leben und vor allem keinen Zugang zu Bildung.

 

Wie wir den Kindern in Äthiopien helfen

Klassenzimmer mit Lehrerin. (Quelle: Malte Pfau)

Der Kindernothilfe Partner Facilitator for Change (FC)  setzt sich dafür ein, dass Kinder, die zum Arbeiten an fremde Familien verkauft wurden, nach Hause zurückkehren und zur Schule gehen. Des Weiteren bringt unsere Partnerorganisation äthiopische Frauen in Selbsthilfegruppen zusammen und bildet sie weiter. Die Solidargemeinschaft spart gemeinsam Geld und entwickelt individuelle Geschäftsideen. Aus dem ersparten Geld werden Kleinstkredite für die Umsetzung dieser Ideen vergeben. Das Projekt bekämpft so die Ursachen des Kinderhandels, indem es Familien dabei hilft, ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern, und sie gleichzeitig über die Rechte von Kindern aufklärt. Allein in Afrika unterstützt die Kindernothilfe mehr als 30.000 Selbsthilfegruppen underreicht damit ca. 1,6 Millionen Kinder.

 

Wenn Sie als Action!Kidz den Kinderarbeitern in Äthiopien helfen möchten, bestellen Sie unser kostenloses Material und informieren Sie sich unverbindlich über die Kampagne oder melden Sie sich direkt an.

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