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Kinderarbeiter zerschlägt Steine. (Quelle: Christian Herrmanny)

Sambia: Kinderarbeit auf Tabakplantagen und in Steinbrüchen

Immer wieder haut Junior mit einer Metallstange auf den Stein, bis der immer kleiner wird. Seine Arme tun weh, seine Hände sind rissig vom vielen Staub im Steinbruch und die Sonne brennt unerträglich auf seinen Nacken. Tag für Tag muss Junior hier Steine zerkleinern, damit sie geeignet sind als Baumaterial.

Leyla bricht vorsichtig die Blätter von den großen Tabakpflanzen. Einige der Pflanzen sind fast so groß wie sie. Was Leyla aber nicht sieht: Die Pflanzen enthalten viel Nikotin und damit Gift für ihren Körper. Leyla nimmt über ihre Arbeit so viel Nikotin zu sich, als würde sie am Tag 50 Zigaretten rauchen.

Folgen der Kinderarbeit

Kinderarbeiter auf einer Tabakplantage. (Quelle: Christian Herrmanny)
Leyla arbeitet jeden Tag auf der Tabakplantage.

Junior und Leyla gehören zu den vielen Jungen und Mädchen, die in Sambia arbeiten müssen. Obwohl das Land die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen unterschrieben hat und deswegen Kinderarbeit dort verboten ist, schuftet jedes dritte Kind im Alter von sieben bis 14 Jahren. Dabei leisten die Kinder zum Teil körperliche extrem schwere und gesundheitsgefährdende Arbeit. Die Folgen sind beispielsweise Rücken- und Gelenkbeschwerden, aber auch Nikotinabhängigkeit bei den Kinderarbeitern auf den Tabakplantagen.

Die Kinderarbeit belastet auch die Psyche der Jungen und Mädchen: Sie leiden unter der Doppelbelastung morgens zu arbeiten und nachmittags in die Schule zu gehen.

Wie wir gegen Kinderarbeit helfen

Die meisten Jungen und Mädchen müssen arbeiten, weil ihre Familien in Armut leben. Ihre Eltern verdienen nicht genügend Geld zum Überleben und können ihren Söhnen und Töchtern den Schulbesuch nicht finanzieren. Unser Ziel ist es, das zu ändern. Damit wir dieses Ziel erreichen, ist es notwendig, die finanzielle Situation der Familien insgesamt zu verbessern. Die Kindernothilfe unterstützt gemeinsam mit ihrer sambischen Partnerorganisation Brethren in Christ Church (BIC) ein Projekt, das betroffenen Familien auf zwei Arten hilft: Zum einen übernehmen sie die Kosten für Schuluniformen und Bücher, um die Familien finanziell zu entlasten und den Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.
Zum anderen gründen die Kindernothilfe und BIC sogenannte Selbsthilfegruppen und schulen die Eltern der Kinder in einkommenssteigernden Maßnahmen. Steigt das Einkommen der Familie, sind die Kinder gar nicht mehr gezwungen zu arbeiten.

Wie genau die Selbsthilfegruppen funktionieren, sehen Sie hier.

Wenn Sie als Action!Kidz den Kinderarbeitern in Sambia helfen möchten, bestellen Sie unser kostenloses Material und informieren Sie sich unverbindlich über die Kampagne oder melden Sie sich direkt an.